Trinken aus Gewohnheit: Was dahinterstecken kann
Manchmal trinken wir nicht aus Durst, sondern aus Langeweile, Stress oder reiner Gewohnheit. Was dahintersteckt – und wie du es änderst.

Marco Klein
Redakteur für Motivation & Mindset

Trinken aus Gewohnheit: Was dahinterstecken kann
Der Kaffee morgens um 10. Die Cola nach dem Mittagessen. Das Glas Wein um 20 Uhr. Nicht weil du durstig bist – sondern weil es „dazugehört". Gewohnheitstrinken ist einer der häufigsten Gründe für unnötige Kalorien. Und es hat selten etwas mit Durst zu tun.
Warum wir aus Gewohnheit trinken
1. Verknüpfung mit Situationen
Dein Gehirn verknüpft bestimmte Situationen mit bestimmten Getränken:
- Feierabend → Bier/Wein
- Computer → Kaffee
- Nachmittag → Saft/Schorle
- Restaurant → Softdrink
Diese Verknüpfungen sind automatisch. Du denkst nicht bewusst: „Ich möchte jetzt 180 kcal trinken." Du greifst einfach zu, weil du es immer so machst.
2. Emotionale Funktion
Getränke können emotionale Funktionen erfüllen:
- Belohnung: „Ich habe mir jetzt einen Latte verdient"
- Beruhigung: „Ein Glas Wein zum Runterkommen"
- Langeweile: „Mir fehlt gerade was – ich hol mir was zu trinken"
- Geselligkeit: „Alle trinken – ich auch"
→ Emotionales Essen verstehen – die gleichen Muster gelten auch für Getränke.
3. Die Habit Loop
Lally et al. (2010) zeigten, dass Gewohnheiten im Durchschnitt 66 Tage brauchen, um sich zu festigen – aber auch, um sich zu ändern. Die gute Nachricht: Du musst nicht von heute auf morgen alles umstellen. Es reicht, eine Gewohnheit nach der anderen anzugehen.
Die 4 häufigsten Gewohnheits-Getränke
Der Feierabend-Alkohol
Trigger: Heimkommen, Sofa, Entspannung Alternative: Alkoholfreies Bier, Kräutertee, Sprudelwasser mit Limette Tipp: Stelle die Alternative an den Platz, wo normalerweise der Wein steht.
Der Nachmittags-Kaffee
Trigger: Energietief nach dem Mittagessen Alternative: Schwarzer Kaffee, grüner Tee, kurzer Spaziergang Tipp: Oft ist es nicht das Koffein, das du brauchst, sondern eine Pause.
Der Büro-Softdrink
Trigger: Langeweile, Routine, Automaten-Verfügbarkeit Alternative: Eigene Flasche mit Infused Water mitbringen Tipp: Was nicht verfügbar ist, wird auch nicht getrunken.
Der Wochenend-Saft
Trigger: Brunch, „etwas Besonderes", Familienritual Alternative: Selbstgemachtes Infused Water oder stark verdünnte Schorle Tipp: Das Ritual beibehalten, nur das Getränk tauschen.
Die Ersetzungs-Strategie
Gewohnheiten lassen sich leichter ersetzen als abschaffen. Statt „Ich trinke keinen Wein mehr abends" besser: „Ich trinke abends meinen Lieblings-Kräutertee aus meiner schönen Tasse."
Wichtig: Die neue Gewohnheit muss sich genauso befriedigend anfühlen. Sonst hältst du sie nicht durch.
Nächste sinnvolle Schritte
- Identifiziere dein stärkstes Gewohnheits-Getränk.
- Finde eine konkrete Alternative und teste sie 2 Wochen lang.
- Lies Welche Gewohnheiten wichtiger sind als Kalorien-Apps.
- Melde dich für unseren Newsletter an.

Redakteur für Motivation & Mindset
Schreibt über Motivation, Mindset und den Umgang mit Rückschlägen. Verantwortlicher Herausgeber: Norbert Hofmann.
Quellen & weiterführende Informationen
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und unterstützt einen gesunden, nachhaltigen Ansatz beim Abnehmen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deinen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson.
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